#01: WINTER 2006/2007

 

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt ein Magazin bräuchte…”Mach mal irgendwas, das wir unseren Kunden in spe schicken können, damit die sehen was wir so machen!” rief man Huck Haas morgens und abends auf den Bürofluren salopp zu. Bis er weich wurde. Im Grunde eigentlich, bis er diese Doku auf der ARD sah. Bilderbuch Deutschland hieß die und es ging in jener Folge um Wiesbaden, also das hier, in dem wir leben. Wir saßen damals alle in unseren jeweiligen Zuhausen, sahen diese Sendung und kommunizierten via Skype unsere Begeisterung überdiese doch gar nicht so schlecht seiende kleine Stadt. Am Montag darauf sagten sie zu dem Herren Haas: “Da gabs doch 2004 mal dieses Stijlroyal Magazin, mach das doch “einfach” wieder. Lass uns das Stijlroyal Heimatmagazin wieder aufleben!” und “Hurra!” und “Jippe!!” riefen sie und warfen ihre Hüte gegen die Decke, wo sie prompt abprallten und auf ihre Köpfe danieder prasselten. Über die allererste Ausgabe des Magazins decken wir hier mal schön den Mantel des Schweigens. Zwar kam es gut an beim Volke, es kam aber beim Erschaffer nicht gut an. Und… ach was, schauen Sie hier. Und dann jetzt das neue. Das erste nach der Nullnummer. Mit Heißfolienprägung. Toll, es glänzt. “Ein Magazin mit Silber!” sagen die Leute. Und alles ist total aufregend. Zusammen mit Schönschräg und dem Dalamatiner Oscar, sowie mit Seltersdruck aus Selters haben wir das gestemmt. Wir haben uns die Kosten geteilt. Mit Seltersdruck haben wir uns auch die Arbeit geteilt und dann gingen wir ganz euphorisch ran an die erste Ausgabe. Caroline Löw fotografierte das Wiesbadener Römertor. Und Sabine Kahlenberg schrieb was, Michel Rubner steuerte was bei. Colli Harff vom Lavinaria schrieb was über Wein, Neuton brachte Musik, Inox Kapell Bilder und Eindrücke, Christian Bürger vom Schönschräg brachte Frisuren und schöne Dinge und dann machte Huck Haas mit Max Zimmermann den großen Senftest. Also den wirklich riesengroßen Senftest. Wir aßen jeweils 8 Würste mit 16 Sorten Senf drauf und dann war uns schlecht. Sowas macht man weil man jung ist und voller Freude über die Sachen. Aber was ist, wenn man schon damals alt war. Relativ alt. Wir sind froh, dass wir das so machten, dass wir nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit solcher Dinge schauten. Am Ende und unter dem Strich wird es sich ausgezahlt haben, aber zunächst war es sehr viel Arbeit, Geld und Gedöns und als es druckfrisch vom Drucker kam, da waren wir stolz wie die Bratzen. Lang lebe das Stijlroyal Magazin.

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